Mikronährstoffanalyse Boden: Mn, Cu, Zn, B & Na

Wofür ist die Untersuchung auf Mikronährstoffe sinnvoll?

Mikronährstoffe wirken in kleinen Mengen und haben große Effekte auf Bestandesentwicklung, Qualität und Ertragssicherheit. Eine Mikronährstoffanalyse schafft Klarheit, ob Standort und Versorgung zu den Kulturansprüchen passen und ob gezielte Ergänzungen sinnvoll sind.

Wie laufen Beprobung und Untersuchung ab?

  1. Haben Sie vorab Fragen? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf:
    Dr. Sören Hansen | Tel.: +49 5151 9871-24 | soeren.hansen@lufa-nord-west.de
    Rita Wellhausen | Tel.: +49 5151 9871-64 | rita.wellhausen@lufa-nord-west.de

  2. Fläche definieren!
    Klären Sie, welche Flächen beprobt werden sollen. Entscheiden Sie, ob es Sinn macht, diese zu unterteilen, zum Beispiel aufgrund von Ertrags-, Bewirtschaftungs- und Bodenunterschieden. Diese Fragestellung ist nicht alltäglich, für ein nutzbares Ergebnis jedoch sehr wichtig. Mit unserer umfangreichen Erfahrung unterstützen wir Sie gerne dabei.

  3. Probe nehmen.
    Entscheiden Sie, ob Sie selbst Proben nehmen wollen oder einen Probenehmer beauftragen möchten. Wir können Ihnen Probenahmegeräte ausleihen oder Ihnen einen professionellen Probenehmer vermitteln. Eine detaillierte Probenahme-Anleitung erhalten Sie unter diesem Link (PDF).

  4. Untersuchungsauftrag 
    Laden Sie unseren Untersuchungsauftrag (PDF) herunter und wählen Sie die für Sie passenden Untersuchungen aus. Sie können die Mikronährstoffe einzeln beauftragen oder im Paket (Kupfer, Bor, Mangan, Zink) – das ist günstiger. Sinnvoll ist es, sie mit der Grunduntersuchung auf den pH-Wert, Phosphor, Kupfer und Magnesium zu kombinieren.

  5. Abgabe/Versand
    Bringen Sie die Probe zu einer unserer Annahmestellen (Link öffnet neue Seite) oder senden Sie sie uns zu:
    LUFA Nord-West
    Finkenborner Weg 1A
    31787 Hameln

  6. Ergebnisbericht/Düngeempfehlung
    Nach 5-10 Werktagen erhalten Sie den Prüfbericht mit der Düngeempfehlung als PDF und als CSV-Datei für die Weiterverarbeitung in Tabellenkalkulationsprogrammen per E-Mail.

Welche Mikronährstoffe werden bestimmt und warum?

  • Mangan (Mn) unterstützt Photosynthese und Enzymsysteme und ist damit wichtig für Energiehaushalt und Wachstum. Die Verfügbarkeit hängt stark von pH und Bodenluft ab: Auf kalkreichen Böden und leichten Böden mit nicht dem Standort angepassten, zu hohem pH-Wert und bei Trockenheit wird Mn leicht festgelegt, und Mangel tritt auf. Unter hoher Feuchtigkeit – zum Beispiel Staunässe – wird durch reduzierende Bedingungen mehr Mn löslich, es treten eher hohe Gehalte auf.

  • Kupfer (Cu) ist Bestandteil vieler Enzyme, wichtig für Stoffwechsel, Gewebefestigkeit (u. a. Lignin) und Stressabwehr. Im Boden ist Cu wenig mobil und bindet stark an Humus und Ton, wodurch es trotz aureichender Gesamtgehalte oft schlecht nachlieferbar ist; hoher pH-Wert verschlechtert die Verfügbarkeit zusätzlich.

  • Zink (Zn) steuert zahlreiche Enzyme und das Wachstum, besonders von jungen Pflanzenteilen. Mit steigendem pH-Wert sinkt die Löslichkeit deutlich, daher tritt Zn-Mangel oft auf kalkreichen Standorten auf. Hohe Phosphatgehalte bzw. starke P-Düngung können die Zn-Versorgung zusätzlich beeinträchtigen; Zn kann schnell gebunden werden.

  • Bor (B) ist zentral für Zellwandaufbau, Zuckertransport sowie Blüte und Frucht-/Kornansatz; Mangel zeigt sich daher früh an jungen Organen und in der generativen Entwicklung. Bor ist in der Bodenlösung relativ mobil, was die Verfügbarkeit verbessert, aber auf leichten Böden auch Auswaschung fördert. Trockenheit verschärft das Mangelrisiko, gleichzeitig ist die Spanne zwischen Mangel und Überversorgung eng.

  • Natrium (Na) ist für die meisten Kulturen nicht essenziell, kann aber osmotisch wirken und bei einzelnen Kulturen (z. B. Zuckerrübe) teilweise Kaliumfunktionen ersetzen. Auf Grünland ist Natrium von Bedeutung, da es für alle Tiere essenziell ist. Im Boden löst sich Na sehr gut und ist damit leicht verfügbar, aber auch sehr leicht auszuwaschen.

  • Empfehlung: Kombinieren Sie die Untersuchung der Mikronährstoffe mit der Grunduntersuchung (P, K, Mg, pH), um alle Nährstoffe im Blick zu haben und Mangelsituationen schneller aufzudecken.

Häufige Fragen zur Bodenuntersuchung auf Mikronährstoffe (FAQ)

Wann ist die Untersuchung von Mikronährstoffen sinnvoll?

Grundsätzlich ist es wichtig, sich einen Überblick über die Versorgung zu verschaffen, denn Mangel an diesen lebensnotwendigen Nährstoffen führt zu massiven Wachstumsstörungen. Untersuchungen sind außerdem bei Qualitätsproblemen, sichtbaren Symptomen, standorttypischen Risiken (zum Beispiel leichter (Sand-)Boden, kalkhaltiger Boden) oder intensiven Kulturen (zum Beispiel Zuckerrüben und Kartoffeln) sinnvoll.

Ja, da der pH-Wert/Kalkzustand die Verfügbarkeit stark beeinflusst.

Unter bestimmten Bedingungen trifft das zum Beispiel für Bor und Mangan zu. Auch deshalb ist Messung vor Maßnahmen fachlich sinnvoll.

Mit dem Untersuchungsergebnis erhalten Sie eine Düngeempfehlung. Nähere Informationen zur Anwendung von Mikronährstoffen erhalten Sie aus den Richtwerten der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (Link, PDF).
Kontaktieren Sie uns gerne bei Fragen (Ansprechpartner im folgenden Abschnitt).

Kontaktieren Sie uns (Ansprechpartner im folgenden Abschnitt). Wir helfen Ihnen gerne.